B4Y am 05.04.2026
Küchenbrand in Mehrfamilienhaus greift auf Dachstuhl in historischem Altstadthaus über
In frühen Morgenstunden des Ostersonntags wurde die Freiwillige Feuerwehr Überlingen gegen 02.00 Uhr in die Grabenstraße zu einem Brandeinsatz in die Überlinger Altstadt alarmiert. Anrufer meldeten über den Notruf 112 einen Küchenbrand in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses. Der Notrufmeldung zu Folge sollten bereits Hausrauchwarnmelder in der betroffenen Wohnung ausgelöst haben. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte am Einsatzort bestätigte sich das Brandergeinis in einer Maisonettwohnung im 3. Obergeschoss des Hauses. Es drang bereits dichter Rauch aus der Brandwohnung und dem Dach. Umgehend drangen mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz zur Brandbekämpfung in die Wohnung vor. Der ersteintreffenden Polizeistreife gelang es die Bewohnerin des Hauses gemeinsam mit einem benachbarten Ersthelfer aus der bereits in Vollbrand stehenden Wohnung zu retten. Sowohl der Ersthelfer als auch die Bewohnerin der Wohnung erlitten eine Rauchgasintoxikation und mussten zur weiteren Kontrolle und Abklärung ins örtliche Krankenhaus eingeliefert werden. Vor allem die enge und teilweise verwinkelte Bebauung der Altstadt stellt die Feuerwehr vor Herausforderungen. Das Feuer breitete sich rasch bis in die Zwischendecke des Dachgeschosses aus, weshalb die Dachhaut geöffnet werden musste. Durch die umgehende Alarmierung und des schnellen und zielorientierten Eingreifens der Feuerwehr konnte jedoch ein Übergreifen auf weitere Gebäudeteile oder gar Nachbarhäuser und damit größerer Schaden verhindert werden. Vorsorglich wurden insgesamt 18 Personen aus umliegenden und dicht angrenzenden Häusern evakuiert und für die Dauer des Einsatzes durch Sanitätskräfte im nahegelegenen Kursaal betreut. Sie wurden durch die Stadtverwaltung für die restliche Nacht in einem Hotel untergebracht. Die Branbekämpfung erfolgte über mehrere Trupps im Innenangriff und wurde durch zwei Drehleiterfahrzeuge mittels Wenderohr von außen über das Dach unterstützt. Insgesamt waren in der Spitze über 86 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit 15 Fahrzeugen vor Ort. Neben der Feuerwehr waren auch 26 sanitätsdienstliche Einsatzkräfte von Deutschem Roten Kreuzes und Johanniter sowie die Landespolizei in den Einsatz miteingebunden. Der Energieversorger schaltete das Haus stromlos. Ebenso machten sich der stellvertretende Kreisbrandmeister Michael Fischer und Oberbürgermeister Jan Zeitler ein Bild der Lage vor Ort. Aufgrund der großen Anzahl an Atemschutzgeräteträgern war auch der Gerätewagen Atemschutz des Bodenseekreises, welcher in Markdorf stationiert ist zur Einsatzstelle geeilt. Gegen 04.30 Uhr war der Brand weitestgehend unter Kontrolle, sodass zu diesem Zeitpunkt bereits erste Einsatzkräfte wieder aus dem Einsatz herausgelöst werden konnten. Die Nachlöscharbeiten zogen sich jedoch bis gegen 08.00 Uhr hin. Die betroffene Wohnung ist vollständig ausgebrannt und gilt derzeit als nicht bewohnbar. Ein Feuerwehrmann erlitt bei den Löscharbeiten Kreislaufprobleme, weshalb er vorsorglich zur weiteren Abklärung bei ein Arzt vorstellig wurde. Die Freiwillige Feuerwehr Überlingen war unter der Leitung des Kommandanten Ludwig Ehing mit der Einsatzabteilung Stadt, dem Ausrückrückebereich Ost und der Einsatzabteilung Bambergen im Einsatz. Die Freiwillige Feuerwehr Uhldingen-Mühlhofen unterstützte mit einer zweiten Drehleiter die Löschmaßnahmen.




